
Biutiful (Thriller, Drama, Mexiko/Spanien, 2010)
Uxbal ist ein hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer Herausforderungen erdrücken würde, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern Ana und Mateo. Sie gibt ihm Halt und Kraft, wenn es nicht weiterzugehen scheint und wenn er das Licht am anderen Ende des Tunnels aus den Augen verliert. Für ihr Leben gibt Uxbal alles, während er mit nicht immer legalen Mitteln versucht, zu überleben. Wie ein Wanderer bewegt sich Uxbal zwischen den Welten am Rande eines modernen, unbekannten Barcelona, auf der Suche nach Versöhnung mit seiner Frau Marambra, seinen Kindern und doch letztendlich mit sich selbst.
Nach „Babel“ und „21 Gramm“ präsentiert der Spanier Alejandro González Inarritu einen Film über über Liebe, Glaube, Hoffnung und Vergebung. In der Hauptrolle ist Jarvem Bardiem zu sehen, der für den Oscar als Hauptdarsteller nominiert wurde.
Almanya - Willkommen in Deutschland (Komödie, Deutschland/Türkei, 2011)
Als der 6-Jährige Cenk an seinem Schultag weder ins deutsche noch ins türkische Fußball-Team gewählt wird, ist er ratlos. „Wer oder was bin ich eigentlich – Deutscher oder Türke?“ Auch seine Cousine Canan steht zwischen ihren türkischen Wurzeln und ihrer Selbstverwirklichung. Schließlich traut sie sich nicht, ihren Eltern von ihrem englischen Freund zu erzählen – und dass sie von ihm bereits ein Kind erwartet. Da trifft es sich, dass ihr Großvater Hüseyin beschließt, nach 45 Jahren in Almanya zurück in die Türkei zu reisen, um dort die Ferien zu verbringen. Zeit genug um seiner Familie zu berichten, wie er damals in den 1960ern als 1.000.001. Gastarbeiter nach Deutschland kam, um dort eine neue Heimat zu finden.
Almanya – Willkommen in Deutschland ist der erste gemeinsame Spielfilm der Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli. Auf humorvolle Weise sprechen sie in der Komödie ernste Themen wie Integration, Migration und Idendität an. Dass sie das können, konnten sie bereits als Autorinnen für die Serie „Türkisch für Anfänger“ und ihrer Mitarbeit an der Kommödie „Alles getürkt!“ unter Beweis stellen.
The Fighter (Drama, USA, 2010)
Ein „Fighter“ ist jemand, der immer wieder aufsteht, egal wie häufig er auf die Matte geschickt wird. Ein „Fighter“ ist auch der Boxer Micky Ward, der von seinem Halbbruder Dicky Eklund trainiert wird. Dieser wird in ihrem Heimatort Lowell, Massachussetts nur „The Pride of Lowell“ genannt, weil er einst gegen Box-Legende Sugar Ray Leonard boxte (und verlor). Heute schlägt er sich nur noch mit seiner Crack-Sucht herum und bringt seinen jüngeren Bruder in die ein oder andere „Verlegenheit“. Gemanagt wird „The Fighter“ von seiner dominanten Mutter Alice. Seine Familie, die aus weiteren sieben Schwestern besteht, ist sein Heim. Und doch muss sich Micky aus dem Schatten dieses Familienverbundes herausboxen, um seine eigene Identität zu finden.
The Fighter – basierend auf dem Leben des realen Micky Ward. Um ihn authentisch wie möglich spielen zu können, brauchte der Hauptdarsteller Mark Walberg fast vier Jahre lang, um sich die nötige Muskelmasse anzutrainieren. Aber auch Christian Bale als Dicky Eklund und Melissa Leo stehen dem in nichts nach und gehörten beide zu den Gewinnern der Oscars 2011.